Die Kunst der Versöhnung – Wie Sie ihrer Beziehung neue Leichtigkeit verleihen

Die Kunst der Versöhnung

Wie Sie ihrer Beziehung neue Leichtigkeit verleihen von Marcel Römpke

Wer hat es nicht selbst schon erlebt, ein Streit oder Konflikt und das Herz verschließt sich.
Doch ein verschlossenes Herz, kann nicht richtig frei lieben. Im Monat Dezember widmen wir uns dem Thema Versöhnung und zeigen Ihnen, wie Sie wieder lernen können ihr Herz für die Beziehung neu zu öffnen.

Die Versöhnung, ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Beziehung, um die Liebe frei und offen zu halten, denn ohne echte Versöhnung bleibt das Herz verschlossen.
Es spielt dabei keine Rolle, ob es ein Betrug ist, eine Lüge oder auch eine Anhäufung von vielen Kleinigkeiten. Ebenso können auch simple Meinungsverschiedenheiten dafür sorgen, dass wir unser Herz verschließen und es abhärten.
Das Verschließen des Herzens, egal ob bewusst oder unbewusst, ist ein Schutzmechanismus, durch den
wir versuchen uns vor neuen Verletzungen zu schützen.
Doch die Wahrheit ist, es geht nicht wirklich, um den Schutz vor neuer Verletzung, sondern viel mehr um Ängste. Die Angst erneut Schmerz fühlen zu müssen!
Sich zu verhärten und das Herz zu verschließen, mag den Anschein erwecken, als hätten wir alles unter Kontrolle und uns könnte Nichts und Niemand mehr etwas anhaben, doch sobald wir Liebe in uns tragen, wird eine neue Verletzung, immer wieder für neuen Schmerz sorgen, egal wie sehr wir uns darum bemühen, hart und stark zu sein.

Was lernen wir also daraus?

Das Herz verschließen hilft uns im Innen nicht wirklich, da wir den Schmerz bei neuer Verletzung dennoch fühlen werden und eine Handlung aus Angst heraus, niemals Freiheit und Leichtigkeit nach sich ziehen kann.
Hierbei geht es nicht nur um uns selbst, sondern auch um unsere zwischenmenschlichen Beziehungen oder unsere Partnerschaft, denn Angst blockiert und hemmt.
Liebe hingegen muss frei sein und somit ist es wichtig das Herz zu heilen, anstatt es zu verhärten.

Ein verhärtetes Herz kann dafür sorgen, dass die Liebe zwischen Ihnen nicht fließt, weil Sie das Problem lieber in sich hinein saugen, in der Hoffnung, dass es sich irgendwann, wie von Zauberhand auflöst. Vielleicht wählen Sie auch den anderen Weg und Ihr verhärtetes Herz sorgt dafür, dass die Wunden und Ängste, zum Beispiel durch Vorhaltungen, immer wieder negativen Einfluss auf Ihre Beziehung nehmen. Egal, wie Sie bislang damit umgegangen sind, beides sorgt dafür, dass die Beziehung nicht mehr atmen kann und die Liebe Stück für Stück stirbt.

Doch, wie kommt es dazu, dass wir unser Herz nicht bloß verschließen, sondern trotz Liebe es nicht wieder geöffnet bekommen?

In einer Beziehung kommt es zwangsläufig zu Problemen und Schwierigkeiten, egal ob von großer oder kleiner Natur. Sicherlich kennen Sie das Sprichwort: „Leidenschaft, die Leiden schafft.“ Eine Beziehung lebt von guten wie auch von schlechten Momenten, denn die Energie, die zwischen 2 Menschen besteht, muss sich entladen. Tut sie es nicht im positiven, so entlädt sie sich im negativen, in Form von Konflikten oder Problemen. Jetzt kommt es auf uns an, wie wir damit umgehen. Wie wir bereits gelernt haben, bringt es weder der Beziehung etwas, wenn wir das Herz verschließen, noch uns selbst, einen Schutz vor neuer Enttäuschung.
Das Schlimme daran ist, dass je länger wir unser Herz verhärten, die Last auf unseren eigenen Schultern immer größer wird, denn wenn die Wunde im Innen nur oberflächlich geschlossen wurde, so ist noch kein echtes Verzeihen entstanden.
Wer nicht richtig verziehen hat, trägt noch nach. Nachtragen ist eine große Belastung für uns selbst, da wir damit die Last der Beziehung auf unseren eigenen Schultern alleine tragen müssen. Dies macht uns handlungsunfähiger für die Beziehung und beschränkt uns in unserer partnerschaftlichen Offenheit, wodurch sich auch der Gegenüber immer mehr in ein Gefühl begibt, ein schlechter Mensch oder Partner zu sein. Dies sorgt zwangsläufig auch beim Gegenüber dafür, dass er sich selbst verschließt, weil er nicht mehr weiß, was er noch tun kann, um das Miteinander wieder aufblühen zu lassen, da seine Reue und Bemühungen bislang ins Leere gelaufen sind.

Ein großes Problem beim Öffnen des Herzens ist, dass wir die Versöhnung und Entschuldigung des Gegenübers nicht richtig annehmen können oder nicht wirklich glauben.
Jeder hat seine eigene Art der Entschuldigung, doch genau dies sorgt für Probleme, denn wir erwarten unterbewusst eine Entschuldigung, nach unseren eigenen Vorstellungen.
Anders ausgedrückt: Nur eine Entschuldigung, die vom Aufbau und den Worten so gewählt ist, wie wir sie selbst tätigen würden, hilft uns dabei, die Entschuldigung richtig annehmen zu können. Weicht der Gegenüber jedoch von dieser Form ab, so entsteht in uns eine Ungläubigkeit und wir können die Entschuldigung nicht mehr richtig annehmen und somit auch nicht wirklich vergeben.

Doch geht es bei der Versöhnung nicht darum, die Erwartungshaltung in uns selbst zu befriedigen, sondern viel mehr darum, zu hinterfragen, ob der Gegenüber Puzzleteile der Versöhnung zur Entschuldigung nutzt. Selbst nicht darauf zu verharren, dass es die eigenen Puzzleteile sind, sondern zu reflektieren, ob überhaupt Puzzleteile der Versöhnung verwendet werden!

Folgende 7 Puzzleteile existieren. Nicht jeder Mensch verwendet die gleiche Form, daher sind sie untereinander variabel kombinierbar:

  1. Das Bereuen – Ich habe dich verletzt und es tut mir Leid
  2. Das Verantwortungsbewusstsein – Ich habe einen Fehler gemacht, weil ich egoistisch war und mich über uns gestellt habe.
  3. Die Anteilnahme – Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst und möchte das es dir wieder besser geht.
  4. Die Wiedergutmachung – Ich möchte dir helfen, dass es dir wieder besser geht, lass mir dir dabei helfen.
  5. Das Einfühlungsvermögen – Wie genau kann ich dir helfen, damit es dir besser geht
  6. Die Reformation – Ich werde mich für uns ändern.
  7. Die Amnestie – Das was ich getan habe, war mein Fehler. Bitte verzeih mir.

Hat sich der Mensch entschuldigt und einige der oben genannten Puzzleteile verwendet und dennoch gelingt es Ihnen nicht, Ihr Herz wieder zu öffnen, so müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen. Alte Muster loslassen braucht Zeit, es ist ein Entwicklungsprozess dafür von Nöten, an dem wir Stück für Stück arbeiten müssen.
Das reine Wissen über etwas, reicht nicht immer aus, um uns zu helfen. Es muss verinnerlicht werden, um es leben und fühlen zu können.

Wenn Sie also noch Schwierigkeiten haben, die Puzzleteile der Versöhnung, als Entschuldigung richtig anzunehmen, so können Sie den Prozess der Heilung und Öffnung durch 3 Parameter unterstützen und voran treiben.

  • Teilen Sie ihrem Gegenüber mit, dass Sie seine Entschuldigung verstanden haben, aber noch andere Puzzleteile der Versöhnung benötigen, um ihr Herz wieder ganz zu öffnen (z.B. „Die Anteilnahme“, oder „die Wiedergutmachung“ brauchen).
  • Beginnen Sie zu verinnerlichen, dass der Fehler des Gegenübers nicht zwangsläufig daher rührt, weil Sie Falsch sind, sondern weil ein Fehler passiert ist, z.B. aus eigener Unzufriedenheit, oder Unzulänglichkeit.
  • Stärken Sie ihre Selbstliebe und erkennen Sie welchen Wert Sie besitzen.

Nun kann die Liebe wieder frei atmen und Ihre Beziehung in eine positive Zukunft aufbrechen!

Tipp:

Die Puzzleteile der Versöhnung können Sie auch für sich und Ihr Leben anwenden. Sie sind universell anwendbar, sowohl für Ihre privaten, als auch beruflichen Beziehungen. Haben Sie die Puzzleteile der Versöhnung verinnerlicht, so verfügen Sie über das Wissen, fast jedes Problem zu entschärfen. Sie können sich mit Hilfe dieses Wissens, in den Gegenüber einfühlen, um ihm die Hand zu reichen, sodass sich dieser verstanden und respektiert fühlt. Dies wird dafür sorgen, dass die Energien wieder fließen können und somit ein positives Miteinander wieder möglich wird.

 

Ihr Marcel Römpke vom Klara-Line Team

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