Vom Irrtum der Vergebung – von Aureliana

In der irdischen Inkarnation, also in der Polarität ist Vergebung das Kind aus Liebe und Dankbarkeit.

Aus der Vereinigung von Liebe und Dankbarkeit wird Vergebung automatisch geboren.

Vergeben im Sinne von „Ich vergebe Dir“ kann nämlich eigentlich nur der Verstand, den es wiederum nur in der Inkarnation gibt.

Der Verstand ist die einzige Funktion, die das Erkennen aus Fakten konstruiert, analysiert und bewertend unterscheidet, be- und verurteilt. Das ist der Grund, weshalb es der Verstand für notwendig hält, zu vergeben, wenn etwas geschehen ist, das in seiner Bewertungsskala nicht in Ordnung war oder ist. Eigentlich ein „Kleingeist“ dieser Verstand, nicht wahr. Trotzdem denkt er, er wäre großzügig, wenn er vergibt, oder Vergebung schenken, einfordern oder sogar lehren will.

Die Liebe empfindet, sie empfindet Dankbarkeit! Dankbarkeit für die Bereitschaft des anderen, dieses Gefühl zu vermitteln, diese Tat zu setzen, nur damit dieses Gefühl erfahren werden durfte! Göttliche wahrhaftige Liebe überspringt das Vergeben, weil Liebe an sich mit dem empfinden der Dankbarkeit an Vergebung gar nicht denken würde, Liebe weiß nämlich eigentlich gar nicht, dass es Vergebung überhaupt gibt, dass es dieser „Krücke – namens Vergebung“ überhaupt bedarf, wäre sie nicht auf der Erde inkarniert.

Vergebung ist die Krücke des Menschen um seinen Verstand zu beruhigen. Liebe vergibt eben nicht alles, weil die Liebe Vergebung nicht benötigt! Nur in der Inkarnation wird die Seele auf der noch nicht sehr bewussten Ebene mit dem Umstand der Vergebung vertraut gemacht. Hier denkt der Mensch noch, Vergebung ist der Schlüssel. Und das ist er auch, für den Verstand, um den Verstand zu beruhigen, ihn zu trösten und um ihm seine Wertschätzung zu geben.

Wahre Liebe kennt nur das Gefühl von Dankbarkeit. Um die Energie des Herzens, die Liebe, mit dem Verstand zu vereinen, und um die Herzensenergie in die Taten einzuspeisen die vom Verstand gesetzt werden, ist es nun hilfreich (eigentlich unabdingbar) den Verstand mit Herzensenergie zu füttern, ihn mit dieser Energie vertraut machen. Das geschieht sehr einfach dadurch, dass man den Atem zwischen Herzzentrum und Kopf, Gehirn, hin und her fließen lässt. Diese kleine Übung kann man mehr und mehr ausbauen indem man ihn kreisförmig fließen lässt und dann auch noch in Form einer Acht die sich über dem Kehlkopf kreuzt, zirkulieren lässt. Das hat den Vorteil, dass man nun (mit Hilfe des Kehlchakras) das zum Ausdruck bringen kann, was das Herz sagen will. In Worten, Taten und oder schriftlich.

Und nun sind wir bei der Quintessenz angelangt, Liebe breitet sich aus in den Herzen der Menschen die erkannt haben, dass alles was geschehen ist, aus dieser bedingungslosen, göttlichen Liebe entstanden ist. Dass hinter allem, ausnahmslos allem, die Liebe steht. Die hingebungsvolle, dienende Liebe.

Jeder auf dieser Erde ist unentwegt darum bemüht dem anderen und sich selbst die Erfahrungen zu geben, dem nächsten so zu dienen, dass er erfahren darf, was er für sich gewählt hat. Selbst wenn er sich dabei verdunkelt, denn auch dies ist eine Erfahrung, die der Täter für sich selbst gewählt hat. Doch auch, und hier kommt die Erinnerung, nicht in diesen Gefühlen feststecken zu bleiben, sondern zu fühlen, und wieder in die bedingungslose göttliche Liebe zurückzukehren. Wenn wir nun das Gefühl haben, dem Anderen ist es egal wie man sich fühlt bei den Aktionen die dieser Mensch setzt, dann geht es auch hier darum genau dies zu fühlen. Dem Anderen muss es ja auch egal sein, sonst könnte die Person nicht so handeln wie sie es tut um uns die so dringend benötigte Erfahrung zu schenken! Hier hilft es, wirklich zu fühlen, wie es ist, das Gefühl zu haben, dass man jemanden egal ist, dass es jemandem egal ist, dass man sich schlecht fühlt bei dem was diese Person tut, oder unterlässt.

Man könnte also sagen, der Kreislauf ist: Bedingungslose Göttliche Liebe – Wahrhaftigkeit – Gewohnheit(-Angst) – Schuld – Vergebung – Wahrhaftigkeit (wahrhaftig leben) – Liebe – Dankbarkeit – Bedingungslose Göttliche Liebe. Und ganz egal auf welchem Teil dieser Strecke jemand gerade steht – es ist in Ordnung. Wenn man dies als Straße erkennt und sieht, dass dieser Weg ohnehin gegangen werden muss, um wieder in die Einheit zurückzukehren, kann man sich endlich entspannen, denn alles ist plötzlich klar und deutlich. Es gibt nur einen Weg. Doch wie lange sich jeder einzelne auf einem Teil der Strecke aufhält ist allein seine Entscheidung!

Und hier stellt sich die Frage, ist das Leben ein Wunschkonzert?

Ja! das Leben ist ein Wunschkonzert.

Der Mensch hat jederzeit die Möglichkeit neu zu wählen, weiter zu gehen, auf die nächste Stufe, in den nächsten Abschnitt des Weges. Doch er muss vorher dieses Gefühl integriert haben, weshalb er gekommen ist. Das ist der Punkt der vielen so schwer fällt, dabei haben sie es selbst gewählt. Und jetzt, wo sich die Gelegenheit dazu bietet, wollen sie es plötzlich nicht mehr fühlen, bauen Widerstand auf und möchten lieber ohne diese Erfahrung weiter gehen oder gar zurückgehen. Doch das funktioniert so nicht, denn das Überbewusstsein wacht ganz genau darüber, dass die Seele die Erfahrung macht, die sie sich vorgenommen hat. Und deshalb wiederholen sich bestimmte Situationen im Leben eines Menschen immer wieder, bis endlich dieses Gefühl so angenommen und integriert wurde, wie es sich die Seele vor ihrer Inkarnation ausgesucht hat. Wenn diese Hürde genommen ist, beginnt sozusagen ein neuer Lebensabschnitt und wenn vollkommene Integration stattgefunden hat, dann wird bzw. kann (jeder hat hier die frei Wahl) dieser neue Lebensabschnitt vollkommen anders verlaufen als der vorangegangene. Denn nun kann man frei wählen was man als nächstes erfahren und fühlen will. Auch hier haben sich manche in einer Falle verfangen. Eigentlich wäre es gar nicht mehr notwendig in einer bestimmten Situation zu verharren, zu verbleiben, doch man hat sich schon so sehr daran gewöhnt, dass man bleibt. Auch ist es möglich, dass man nicht weiter gehen will, weil sich Angst vor dem Neuen einstellt.

Also, Liebe vergibt nicht, denn Liebe spürt dass Vergebung nicht benötigt wird – Dankbarkeit ist das transformierte Gefühl – der Gegenpol von Vergebung sozusagen.

 

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